Botanisches Institut und Botanischer Garten

Arbeitsgruppe für Vegetationsökologie und
experimentelle Pflanzensoziologie


Diplom- und Staatsexamensarbeiten 
WENZEL, KAI:  Die Flora der Eisenbahnanlagen im Stadtgebiet von Braunschweig. 1998, 107 S. + Anhang (D)

Zusammenfassung: Mit der vorliegenden Arbeit wird die gesamte Flora der Eisenbahnanlagen Braunschweigs charakterisiert. Die Sippeninventare von 18 Stationen, 69 Bahnübergängen und 80 Abschnitten der freien Strecke werden untereinander und mit der Flora ganz Braunschweigs verglichen. Auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der für Bahnanlagen typischen Habitate werden mit Frequenzklassen, Pflanzengesellschafts-, Lebensform- und Zeigerwertspektren verdeutlicht.
Die Eisenbahnanlagen haben mit 4,87 km² einen Flächenanteil von 2,5 % an der 192 km² messenden gesamten Stadffläche. Auf dieser Teilfläche kommen 696 also 65,5 % der 1062 Sippen ganz Braunschweigs vor. Auf den Stationen wurden 573, an Bahnübergängen 442 und auf freier Stecke 476 Sippen gefunden.
Es bestehen zum Teil große Unterschiede zwischen den Frequenzen, die Sippen auf Stationen, an Bahnübergängen und auf freier Strecke erreichen. Viele Sippen haben ihren eindeutigen Vorkommensschwerpunkt auf Stationen. Deutlichstes Beispiel hierfür ist Chaenorhinum minus. Hypericum perforatum dagegen bevorzugt zwar wie Chaenorhinum minus Bahnanlagen als Wuchsort, erreicht aber überall die Frequenz V.